Geschichte

Seit mehr als 130 Jahren gibt es in Winterthur den öffentlichen Verkehr. Stöbern Sie durch unser Archiv und unsere historischen Fahrzeuge.
Historisches Tram in Winterthur mit zwei Personen.
© Stadtbus

Vor rund 60 Jahren betrieben die «Verkehrsbetriebe Winterthur» gerade mal drei innerstädtische Linien. Damals hatte die Stadt 80 000 Einwohner.

Mit der Einführung des Zürcher Verkehrsverbunds und der S-Bahn im Jahr 1990 entwickelte sich ein neues Mobilitätsverständnis. Es wurde komfortabel zu pendeln. Die «Verkehrsbetriebe» reagierten auf die neue Situation mit Fahrplanverdichtungen und Streckenausbauten.

Heute bedient Stadtbus Winterthur zehn innerstädtische Linien sowie zusätzlich vier Regional- und sieben Nachtbuslinien, und die Einwohnerzahl ist auf über 122 000 angewachsen. Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr wird weiter steigen und grosse Herausforderungen an die Zukunft stellen.

Mehr als 130 Jahre Öffentlicher Verkehr in Winterthur

Am 25. Mai 1895 wurde die TGG (Tramway-Garantie-Genossenschaft) im «Löwen» Veltheim gegründet. Dieses Datum gilt als Startschuss des öffentlichen Verkehrs in Winterthur und jährte sich 2020 zum 125. Mal.

Meilensteine

In den mehr als 130 Jahren öffentlicher Verkehr in Winterthur gab es diverse Höhepunkte.

1898 Betriebseröffnung der ersten elektrifizierten, schienengeführten Tramlinie Winterthur (Rudolfstrasse) –Töss mit vier Motor- und einem Anhängerwagen.

1915 Eröffnung von neuen Tramlinien ab Bahnhofplatz zum Deutweg (Tramdepot), zum 
Stadtrain (via Graben –Obertor) und nach Wülflingen (Lindenplatz).

1931 Eröffnung der Autobuslinie nach Rosenberg mit drei Autobussen. Damit fahren die ersten Busse in Winterthur.

1938 Der Souverän spricht sich mit grosser Mehrheit für die Umstellung der Linie nach 
Wülflingen von Tram- auf Trolleybusbetrieb aus. Die ersten Trolleybusse in Winterthur kommen zum Einsatz.

1967 Bezug des neuen Busdepots im Grüzefeld, das bis heute noch das Zuhause von Stadtbus ist.

1971 Mittlerweile prägen bereits insgesamt 19 Gelenktrolleybusse das Winterthurer Stadtbild.

1983 Umbenennung der VW (Verkehrsbetriebe Winterthur) in WV (Winterthurer Verkehrsbetriebe) und Einführung eines neuen Unternehmens-Logos.

1990 Einführung des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV), Billettautomaten an den Haltestellen. Zahlreiche Streckennetzanpassungen und -erweiterungen.

2002 Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes zwischen dem Aufnahmegebäude SBB und dem Postgebäude werden aufgenommen. Der Umbau dauert rund ein Jahr.

2004 Umbenennung der Winterthurer Verkehrsbetriebe in Stadtbus Winterthur. Ein modernes 
Erscheinungsbild, ein neues Logo und eine neue Dienstkleidung setzen frische Akzente.

2012-2013 Der Bahnhofplatz Süd wird komplett umgebaut. Der Busbahnhof bleibt für ein Jahr gesperrt.

2014 Einweihung von erweiterter Einstellhalle und neuem Verwaltungstrakt im Grüzefeld: 6248 Quadratmeter zusätzliche Fläche für die Fahrzeuge und 17 Büros für die Verwaltung. Der Verwaltungstrakt entspricht dem Minergie-Standard; die Heizenergie für die Halle wird mit Wärmetauscher aus dem Grundwasser gewonnen. Solarzellen auf dem Dach liefern Strom, der ins Netz eingespeist wird.

 2019 Das Nordostschweizer Jodlerfest findet in Winterthur statt. Stadtbus trägt wesentlich dazu bei, dass die rund 45 000 Besucherinnen und Besucher problemlos zum Festgelände in Wülflingen und zurück fahren können. Stadtbus Winterthur befördert zum ersten Mal mehr als 30 Millionen Fahrgäste.

2020 Stadtbus feiert das 125-Jahr-Jubiläum des öffentlichen Verkehrs in Winterthur. Leider musste wegen der Coronapandemie auf ein Grossteil der geplanten Aktivitäten verzichtet werden.

2023 Das Bundesamt für Verkehr erteilt die Baubewilligung (Plangenehmigung) für die Elektrifizierung der Linie 5. Mit dem Spatenstich startet der Bau der 400m langen «Querung Grüze» und damit ist der Grundstein einer elektrifizierten Linie 7 ebenfalls gelegt.

2024 In Winterthur startet das WM-Radrennen der Männer. Stadtbus muss erstmals in seiner Geschichte den Betrieb ganz einstellen.

2025 Stadtbus Winterthur erzielt bei der Befragung der Fahrgäste des ZVVs das beste Resultat seit Messbeginn (80 von 100 Punkten).

Der historische Fahrzeugpark wurde als Quartett erarbeitet (es sind 37 Karten, es müssen noch 4er Gruppen gebildet werden und eine Karte fungiert als Joker). Die Karten können selbst ausgedruckt werden.

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